Prototyping von Webseiten einfach gemacht
Das wichtigste vorab – Prototyping von Webseiten ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll unverzichtbar. Bereits in einer sehr frühen Phase eines Projektes kann Fehlentscheidungen vorgebeugt werden. So zeigt Prototyping beispielsweise nicht bedachte Schwächen hinsichtlich der Usability und der Gestaltung auf. Nicht zu vergessen – potentiellen Kunden (nicht jeder arbeitet an eigenen Projekten) lässt sich bereits sehr früh ein interaktiver Prototyp präsentieren. Bis zu diesem Punkt halten sich die eigene Aufwände in der Regel in Grenzen, so dass die Überlegung, komplett von vorn zu beginnen, nicht Ad Absurdum führt. Diese Flexibilität gefällt im eintretenden Fall nicht nur dem Kunden. Stellen wir uns vor, man hätte diesen Prototyp bereits in Screen- und Webdesign entwickelt und mit Funktionalität versehen – die bereits investierten Aufwände führen mit Sicherheit zu einer Kostenexplosion!
Vorteile von Prototyping
Zusammengefasst bietet das Prototyping von Webseiten sowohl für die ausführende Agentur als auch für den potentiellen Kunden ausschließlich Vorteile. Es ermöglicht in einer sehr frühen Projektphase massive Eingriffe und spart am Ende gegenüber dem Verzicht von Prototyping massiv an teurer Arbeitszeit für Grafikdesigner, Webdesigner und Programmierer. Ein gutes ausgereiftes Prototyping dient im weiteren Projektverlauf als Vorlage beziehungsweise Projektschablone. So gesehen ist Prototyping ein MUSS für jede Web-Entwicklungsabteilung.
Welches Werkzeug ist empfehlenswert?
Ich möchte an dieser Stelle genau ein einziges Werkzeug empfehlen, da ich damit ausgiebige Erfahrungen vorhalten kann und es nahezu alles bietet, was man braucht und / oder auch nicht braucht: WireframeSketcher
WireframeSketcher kommt sowohl als Standalone Version und auch als Plugin für verschiedenste Entwicklungsumgebungen daher. Egal ob als Komplettsoftware oder als Plugin – unter der Haube werkelt Eclipse. So lässt sich WireframeSketcher neben Eclipse auch in ZEND Studio oder Aptana einbinden. Mögliche Betriebssysteme sind all jene, auf denen auch Eclipse läuft.
Die Darstellung von in WireframeSketcher erstellen Prototypen kommt per Default in Comic Stil daher, lässt sich bei Bedarf aber auch auf den klassischen Modus mit geraden Linien umstellen. Bekannte und verwendete Komponenten einer Webseite (Eingabefelder, Buttons, Tabellen, Listen, Grafiken, Icons, Labels, Text, Links, etc.) lassen sich mit wenigen Mausklicks auf den Prototypen ziehen und nach den eigenen Wünschen anpassen. Die Software ist sehr ausgereift und lässt sehr viel zu. Die Krönung an Funktionalität ist das Verlinken verschiedener Screens miteinander – die Verlinkung kann quasi von jedem Objekt des Prototyps zu einem anderen Screen aus erfolgen.
Ein riesiger Pluspunkt der Software ist, dass in jedem Screen andere Screens eingebunden werden können. Somit lassen sich wunderbar Templates einbinden. Ist das Template einmal zu überarbeiten, reicht es aus, diese Änderung an genau einer Stelle – dem Template selbst – vorzunehmen. Sämtliche Screens, die dieses Template einbinden ändern sich entsprechend mit.
In einem Story-Modus lassen sich verschiedene Screens hintereinander hängen und präsentieren. Eine weitere Präsentationsoftware wird dadurch unnötig.
Natürlich lassen sich die erzeugten Prototypen auch als PNG oder PDF exportieren.
Übersicht der WireframeSketcher Features
Viel Spaß beim Prototypen!
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